(Psycho-)Therapeutisches Boxen in der Psychosomatischen Klinik Bad Bocklet

Was ist therapeutisches Boxen?

Beim therapeutischen Boxen handelt es sich um ein besonderes Angebot für Patienten im Rahmen eines differenzierten therapeutischen Gesamtkonzepts. Dieses bietet sich an, wenn eine bessere Selbstabgrenzung (“Nein-Sagen”; Selbstbehauptung) erforderlich erscheint. Ebenso kann aber auch eine Minderung starker psychischer Anspannung (auf Widerstände aktiv reagieren – ihnen nachgeben, aber auch Stand halten) erzielt werden, sowie eine Sensibilisierung und Intensivierung der Selbstwahrnehmung und Körperwahrnehmung (Körperhaltung; Körpersprache) wenn diese erforderlich erscheint.

Boxtherapie Konzept

Das Konzept hinter der Box-Therapie beinhaltet neben möglichem Auspowern im Rahmen körperlicher Aktivierung also vor allem Erleben, Verhalten und Kommunikation mit sich und anderen. Affekt- und Gefühlswahrnehmung sowie -steuerung können verbessert werden. Eigene, eventuell abgespaltene, aggressive Erlebens- und Verhaltensanteile können beim Boxen zugänglich und erlebbar werden.

Therapeutisches Boxen kann als Verhaltenstherapie eingesetzt werden.

Behandlungsmöglichkeiten mit Hilfe der Box-Therapie

Therapeutisches Boxen eignet sich unter fachkundiger Anleitung in unserer psychosomatischen Klinik für eine Vielzahl von Erkrankungen:

  • Burnout
  • Depression
  • Essstörungen
  • Aggressionen
  • Integrationsprobleme
  • Wahrnehmungsstörungen
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Angeborene und erworbene körperliche / geistige Störungen
  • Ausgleich zum Arbeitsalltag

Mit der Box-Therapie können Depression und Burnout behandelt werden.

Voraussetzungen für das Boxen als Therapie

(Psycho-)Therapeutisches Boxen orientiert sich an Fähigkeiten und Ressourcen eines Patienten und nicht an seinen Defiziten und Einschränkungen. Es geht nicht um Fitness oder sportliches Boxtraining.

Übungsablauf: Therapeutisches Boxen

Zum Einsatz kommen insbesondere Übungen am Sandsack, um wieder eine Wahrnehmung für die eigene Kraft zu bekommen und in einem geschützten Rahmen die eigene Wut und die eigenen Aggressionen zulassen zu können. Auch Partnerübungen bilden ein zentrales Element des therapeutischen Boxens. Hierbei geht es um den Kontakt mit einem anderen Menschen, um so ein Miteinander aber auch ein Gegeneinander zu trainieren.

Boxen kann in der Psychologie auch dazu verwendet werden kontrolliert Wut und Aggressionen freizulassen.

Ziele und Auswirkungen der Box-Therapie

Durch das therapeutische Boxen können gezielt StressWut und Aggressionen abgebaut werden. Emotionen werden frei, Hemmungen und Blockaden lösen sich. Neue Kräfte werden freigesetzt. Schwerpunkt des Boxens als Therapie ist die Selbsterfahrung, innere Kraftquellen zu mobilisieren. Reflektion und Transfer neuer Erfahrungen und motorischer Muster in den Alltag ermöglichen die Verbesserung des Selbstwertgefühls, der Durchsetzungsfähigkeit und Standhaftigkeit.

Durch die Boxtherapie können negative Emotionen, Wut, Stress, Aggressionen kontrolliert freigelassen werden.