Knie TEP Reha / Reha nach Knieprothesen OP

Der Weg zur Knie-TEP-Reha

Nach der Operation zur Implantation der Knie-Prothese, Knie-TEP verbleibt der Patient noch mehrere Tage im Akutkrankenhaus. Im Mittel dauert es meist 8-10 Tage nach der OP, bis der Patient zur Reha in die Rehaklinik entlassen wird. Das bedeutet aber nicht, dass die Mobilisation und Rehabilitation nicht schon begonnen wird. Möglichst bald, oftmals schon am Tag nach der Operation wird der Patient aufgefordert erste Schritte zu gehen. Die erste Wegstrecke mit dem neuen Kniegelenk ist meist schon so weit, dass der Patient bis zur Toilette gehen kann.

Erste Physiotherapie-Übungen erfolgen unter Anleitung der Krankengymnasten ab dem Zeitpunkt der Entfernung der Wunddrainage (je nach Heilungsverlauf, oft schon innerhalb der ersten 3. Tage). Je früher die Mobilisation beginnt, umso besser lassen sich Muskeln aufbauen und die Beweglichkeit (wieder-)erlangen Hilfsmittel wie die Unterarm-Gehstützen (im Volksmund „Krücken”) oder der Gehweg sind am Anfang noch unverzichtbar.

Ziele der Rehabilitation

  • Wiederherstellung der Beweglichkeit des Kniegelenks
  • Muskulatur-Aufbau
  • Wiedererlangung der Mobilität
  • Initiierung einer alltagsauglichen Lebensstiländerung
  • Minimierung von Risikofaktoren (Rezidiv, Rückfall, erneute Erkrankung)
  • Wiedereingliederung in den Alltag
  • Erlernen von Selbstmanagement zum richtigen Umgang mit der Erkrankung

Was ist eine Knieprothese, Knie-Tep?

Eine Knie TEP (Knie-TotalEndoProthese) oder auch Kniegelenksprothese ist ein künstlicher Kniegelenkersatz. Dabei werden der Gelenkkopf am Femur und die Gelenkpfanne (Fossa intercondylaris) am Unterschenkel des echten Kniegelenks komplett oder teilweise durch ein künstliches Gelenk ersetzt.

Auslöser für die Knie-TEP OP

Eine Knie TEP (Knie-TotalEndoProthese) oder auch Kniegelenksprothese ist ein künstlicher Kniegelenkersatz. Dabei werden der Gelenkkopf am Femur und die Gelenkpfanne (Fossa intercondylaris) am Unterschenkel des echten Kniegelenks komplett oder teilweise durch ein künstliches Gelenk ersetzt.

Ziel der Kniegelenk OP

Mit Hilfe der Implantation eines neuen künstlichen Kniegelenkes soll Schmerzfreiheit und dadurch gesteigerte Bewegungsfreiheit wiederhergestellt werden. Häufig gilt es gleichermaßen die Stabilität des Kniegelenkes bei Bandinstabilitäten wiederherzustellen.

Die Kniegelenks-Implantation wird in Deutschland seit mehr als 60 Jahren vorgenommen und gehört mittlerweile zu den am häufigsten vorgenommenen Operationen (in 2009 etwa 175.000 OPs – Erstimplantationen). Nach der Hüft-Prothese ist die Kniegelenks-Endoprothese die zweithäufigst eingesetzte Prothesen-Art.

Die Knie Tep OP

Die Knie OP zur Implantation des neuen Kniegelenks wird heute meist minimal invasiv durchgeführt. Das bedeutet, dass der Operateur möglichst gewebeschonend mit speziellen Operations-Werkzeugen durch nur kleine Öffnungen durch das die Weichteile wie Muskeln, Sehnen und Gewebe zum Kniegelenk vordringt. Die Minimal-invasive Knie-Operation hat für den Patienten den Vorteil, dass durch die Schonung der Muskeln und Sehnen eine wesentlich schnellere Mobilisation und Rehabilitation möglich wird. In der Regel sind bei der diese Operationsform dann auch die Schmerzen, der Blutverlust und letztlich auch der Schmerzmittelverbrauch während der Knie-gelenks-Operation geringer.

Jedoch kommt nicht für jeden Patienten das minimal-invasive Operationsverfahren in Frage. Zum Einen lässt sich (aufgrund der Vielfalt an Prothesen-Typen) nicht jede Art von Knieprothese darüber einsetzen. Zum Anderen ist bei stark adipösen Patienten mit umfangreicher Subkutis oftmals die Implantation über dieses OP-Verfahren nicht anwendbar.

Welche Operations-Methode angewendet wird entscheidet der Operateur nach sorgfältiger Untersuchung und Beurteilung der individuellen Situation des Patienten.

Hier eine Videoanimation von Prof. Hendrich, Orthopädische Klinik Werneck, die beispielhaft zeigt, wie heute eine moderne Knie-Tep-Operation abläuft.

Arten der Knie-Prothesen

Die Knieprothesen haben sich mit der Zeit immer weiter entwickelt. Im Kern unterscheidet man 2 Prothesensysteme:

  • Knie-Teilprothese, teilweiser Gelenkersatz
  • Knie-TEP, Totalendoprothese (Vollprothese): Oberflächenersatz, auch Doppelschlitten
  • Achsgeführte Knieprothese

Welche Prothesen-Versorgung in Frage kommt, ist davon abhängig welche Knochenqualität besteht und wie weit die Gelenkschädigung voran geschritten ist.

Eine andere Art der Prothese ist die einfache Schlittenprothese.

AHB & Reha nach Knie-TEP

Zwischen OP und Entlassung aus dem Akutkrankenhaus stehen oft nur wenige Tage. Im Kern gilt die Aussage, dass die Verheilung der Operationswunden möglichst weit fortgeschritten sein soll, die Nähte sozusagen „unblutig” sind.

Der Sozialdienst im Akutkrankenhaus organisiert rechtzeitig mit dem Rehabilitationsträger die Kostenübernahme und wählt gemeinsam mit dem Patienten die für die Knie Tep Reha am besten geeignete Rehaklinik aus. Rehakliniken mit denen Kooperationsvereinbarungen bestehen – wie mit dem Rehazentrum Bad Bocklet- ermöglichen für den Patienten einen reibungslosen Übergang von Akut zur Reha.

Im Idealfall erfolgt eine Direktverlegung aus dem Krankenhaus direkt in die Rehaklinik zur Anschlussheilbehandlung (AHB). Damit der Übergang von Akutkrankenhaus in die Reha/AHB reibungslos verläuft, organisiert der klinikeigene Sozialdienst in Absprache mit der Rehaklinik einen Transfer zu einem bestimmten Anreisetag. So soll vermieden werden dass der Patient erst noch nach Hause muss – und unter Umständen wertvolle Tage für die Rehabilitation verliert. Jeder Tag ohne Krankengymnastik ist „ein verlorener Tag”. Ist der Zeitversatz zu groß bilden sich Muskeln zurück oder die Heilung wird verlangsamt.

Ablauf der Reha nach Kniegelenks-Implantation

Die Anschlussheilbehandlung / Reha dauert regulär 21 Tage wobei jedoch Verlängerungen je nach Heilungsverlauf meist möglich sind.

Im Rahmen der medizinischen Aufnahmeuntersuchung durch den Reha-Arzt werden die Vorbefunde aus der Akutklinik gesichtet und der Reha-Therapieplan entsprechend erstellt. Der Orthopäde verordnet aus einem breiten Repertoire an krankengymnastischen, ergotherapeutischen und balneologischen Reha-Therapien.

Ziel der Knie-Tep-Reha ist die Mobilitäts-Steigerung und der beständige Aufbau der Muskulatur. Normalerweise bemerkt der Patient wie es täglich voran geht. Die Fortschritte notieren Physiotherapeuten und Reha-Ärzte in die Patientenakte. In regelmäßigen Arzt-Visiten werden die schon erreichten Ziele mit dem Patienten besprochen und die weitere „Feinjustierung” der Reha-Therapie abgestimmt.

Besonderheit bei der Knie-Tep-Reha in Bad Bocklet (Bayern)

Als besonderes Merkmal bietet die Rehaklinik Bad Bocklet, Bayern, Ihren Knie-Reha-Patienten die Nachbetreuung durch den Operateur aus dem Akuthaus an. Das bedeutet, dass der Arzt, der die Operation am Knie durchgeführt hat, ein oder mehrmals zur Nachvisite in die Rehaklinik kommt und den Therapie-Verlauf während der Reha oder AHB kontrolliert. Diese Form der Kooperation ermöglicht es den Reha-Medizinern besonders sorgfältig und intensiv auf die individuellen Problemlagen der Knie-Tep-Patienten einzugehen.

Unsere Reha Klinik ist verkehrsgünstig im nördlichen Bayern gelegen. Dadurch sind wir für Knie Tep Patienten aus der Region Frankfurt, Würzburg, Nürnberg und Fulda einfach zu erreichen und können eine Aufnahme im Rahmen von AHB und Anschluss Reha anbieten.

Wie geht’s nach der Knie-TEP Reha weiter?

Zum Ende der Reha erfolgt die Abschlussvisite beim zuständigen Reha-Arzt. Bei diesem Arzttermin werden die Weichen für die Zeit nach der Reha gestellt. In der Regel empfiehlt es sich, dass im Anschluss an die Reha/ AHB die Krankengymnastik ambulant weiter geführt wird.

Je nach Kostenträger kommen dafür bestimmte Nachsorgeverfahren, wie zb. Rehasport oder das sog. Irena-Verfahren der DRV sein. Auch könnte in Abstimmung mit dem Hausarzt weitere Physiotherapie-Anwendungen verschrieben werden.

Nach 4-6 Wochen sollte im Normalfall jedoch das operierte Kniegelenk wieder voll belastbar und schmerzfrei sein. Nach 3 Monaten sollte die Gewöhnung an die Knieprothese soweit fortgeschritten sein, dass normales Gehen „wie von allein” möglich ist und beim Laufen nichts mehr an das künstliche Gelenk erinnert. Dann ist es auch wieder möglich mit bestimmten Sport- und Freizeitaktivitäten zu beginnen. Ratsam sind in erste Linie gelenkschonenden Sportarten die ohne Stoßbelastungen und abrupten Stoß- und Reißbewegungen durchzuführen sind. Gut geeignete Sportarten sind beispielsweise Schwimmen, Radfahren und Nord Walking. Weniger anzuraten sind Joggen, Kampf- und Kontaktsportarten, Tennis oder Ballspiele. Für Skifahrer gilt es zwischen Alpinski und Langlauf zu unterscheiden. Ersteres ist nicht ideal, das Zweite durchaus.

Wie lange dauert die Reha nach Knie-Tep OP?

Die stationäre Rehabilitation (AHB) nach Einsatz einer Knie-Totalendprothese dauert üblicherweise 21 Tage. Bei medizinische Notwendigkeit, ist eine Verlängerung um eine Woche möglich.

Die Überweisung in die Rehaklinik erfolgt in der Regel direkt im Anschluss an den Aufenthalt im Krankenhaus (max. innerhalb 14 Tagen). Meist beginnt man bereits schon am dritten Tag nach der Operation mit der Mobilisation des Kniegelenkes durch die Physiotherapie.

Flyer zur AHB nach Knie-Tep oder Knie-Operation

Hier können Sie unseren Flyer als PDF herunterladen:

Ihre Anschlussheilbehandlung nach Knie-Tep oder Knie-Operation

Leitung der Orthopädie
Dr. med. Kai Dreßler
Dr. med. Kai Dreßler
Chefarzt Orthopädie

Facharzt für Orthopädie
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

Zusatzbezeichnungen:
Chirotherapie
Sportmedizin
Sozialmedizin
Ärztliche Osteopathie DAAO / EROP

Herr Boschmann
Herr Boschmann
Ltd. Oberarzt Orthopädie
Dr. med./Univ. Nis T. Petridis
Dr. med./Univ. Nis T. Petridis
Oberarzt Orthopädie
Frau Möller
Frau Möller
Sekretariat Orthopädie

Telefon: 09708 79-9443
E-Mail: sek-ortho@kbb.de

Informationen zum Reha-Ablauf

Reha mit Begleitung

Sie haben die Möglichkeit als Begleitperson zur Reha gemeinsam mit Ihrem Partner an der Reha teilzunehmen und beispielsweise Ihre Gesundheit checken zu lassen.

Mehr erfahren

Infomaterial

In unserem Downloadbereich können Sie unsere aktuellen Flyer und Prospekte zur Kur & Rehabilitation kostenfrei herunterladen.

Mehr erfahren

Darum Bad Bocklet

Welche Vorteile eine Reha oder Kur in Bad Bocklet hat und warum Sie diese hier im Kurort durchführen sollten erfahren Sie hier.

Mehr erfahren

Highlights

Das könnte Sie auch interessieren