Die Mythen der Süßstoffe

Süßstoff

Es gibt keine genauen wissenschaftlich belegten Studien dieser Aussagen. Im Gegenteil es gibt viele wissenschaftlich belegte Studien, die diese Mythen der Süßstoffe widerlegen.

Die Süßstoffe gehören zu den Lebensmittelzusatzstoffen und sind den Süßmittelrichtlinien der Europäischen Union unterlegt. Die Aufnahme von Lebensmittelzusatzstoffen ist über den ADI-Wert (Acceptable Daily Intake) geregelt. Der ADI-Wert dient als Sicherheitsgarantie, die auf einen täglich lebenslangen Konsum ausgerichtet ist.

Eine Überschreitung dieser Menge ist kein Grund zur Panik, denn der ADI-Wert beinhaltet einen sehr hohen Sicherheitsfaktor, so dass auch gefährdete Verbrauchergruppen wie Kinder, ältere Menschen, Schwangere oder kranke Personen berücksichtigt werden.

ADI-Wert

Wie hoch ist der ADI-Wert von den in Deutschland zugelassenen Süßstoffe?

E-Nr.SüßstoffADI-Wert/kg KörpergewichtHöchstmengen täglich für eine Person mit 75kg
E 950Acesulfam-K956 Stück (Süßstofftabletten)
E 951Aspartam40167 Stück
E 952Cyclamat721 Stück
E 954Saccharin575 Stück
E 957TaumatinKeine Beschränkung
E 959Neohesperidin5Nicht als reines Süßungsmittel erhältlich

Wie umfangreiche Verzehrsstudien gezeigt haben, liegen die durchschnittlich verzehrten Süßstoffmengen unter den täglichen ADI-Werten!

„Ist Süßstoff Krebserregend?“

Dies ist generell ein schwieriges Thema, denn selbst unser Mineralwasser ist krebserregend, wenn man geschätzte 100 000 Liter am Tag trinkt und dies 50 Jahre lang. Selbst leicht angebranntes Toastbrot ist krebserregend oder die Farbe, mit der wir unsere Wände streichen. Selbst die Erde, auf welcher wir laufen, enthält krebserregende Stoffe, allerdings in so kleinen Mengen, dass kein Risiko besteht.

Süßstoffe gibt es jetzt schon fast 50 Jahre, dementsprechend viele Studien zu diesem Thema. Bisher haben alle diese Hunderte von Studien allerdings nur eine Sache nachgewiesen: Ab einen Konsum von etwa 1000 Liter Cola Light pro Monat treten bei den meisten Testpersonen nur Kopfschmerzen auf.

Nicht alle Süßstoffe werden auch chemisch hergestellt, z.B. das Aspartam ist ein Aminosäurebestandteil, also ein Eiweiß. Daher ist es auch u.a. in Wurst, Käse und Milch enthalten. Zum Vergleich in ein Glas Milch stecken ca. 150mg Aspartam und in ein Glas Cola light nur 50mg. Also wer ein Glas Milch überlebt hat, überlebt auch ein Glas Cola light!

„Macht Süßstoff hungrig?“

Schon seit Längerem sind sich Mediziner und Ernährungsexperten sicher, dass Süßstoffe weder Hunger verursachen noch die Entstehung von Übergewicht fördern. Die Ergebnisse vieler Untersuchungen zeigten, dass Süßstoffe weder eine Insulinsekretion auslösen noch zu einer Änderung des Blutzuckerspiegels führen. Folglich fördern Süßstoffe nicht den Appetit.

Da Süßstoffe kalorienfrei sind, können sie auch nicht dick machen. Weil Süßstoffe keine Energie liefern, sättigen diese im Vergleich zu Zucker nicht, sie schmecken nur süß.

Wer z.B. 4 Zuckerwürfel täglich weniger isst, spart sich 2,5kg Körpergewicht im Jahr!

„Verursacht Süßstoff Verdauungsprobleme?“

In praxisüblichen Dosierungen von Süßstoffen kommt es nicht zu abführenden Wirkung (Durchfall). Im Vergleich zu den Zuckeraustauschstoffen (Sorbit, Xylit, Mannit, Maltit, Lactit und Isomalt) können diese aufgrund der besonders langsamen Resorption in tiefere Abschnitte des Dickdarms gelangen und so zu osmotischen Durchfällen und Blähungen führen.

Eine Einzeldosis von 10 bis 15 Gramm sollte daher nicht überschritten werden. Daher schreibt das Lebensmittelrecht für den Einsatz von Zuckeraustauschstoffen in Lebensmitteln den Hinweis „Kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken“ auf der Produktpackung vor.

„Werden Süßstoffe in der Mast von Tieren verwendet?“

In der Mastphase darf kein Süßstoff eingesetzt werden. Erst nach dem „Abstillen“ bekommen manche Tiere Futter mit etwas Süßstoff angereichert um dieses schmackhafter zu machen. Da die Tiere den süßen Geschmack von der Muttermilch gewohnt sind und das Futter eher bitter schmeckt.

Nur deswegen essen die Tiere dann auch mehr von dem Futter. Da Süßstoff keinen Karies verursacht, wird daher kein Zucker verwendet.