Klinik Recuro in 62 Tagen modernisiert
Eröffnungsfeier mit vielen Gästen – 72 Patienten sind bereits eingetroffen
(lip) BAD KISSINGEN. Am 4. Januar wurde das Rehabilitations- & Präventionszentrum Recuro in der Schönbornstraße in Betrieb genommen. Bis zur Eröffnungsfeier am Donnerstag waren bereits 72 Patienten angekommen. Dass die Klinik in Zukunft gut läuft, wünschen sich nicht nur Anteilseigner und Betreiber, sondern auch Kostenträger und Geldgeber.Über sechs Millionen Euro seien investiert worden, sagte Geschäftsführer Harald Barlage bei seiner Begrüßung der Gäste, unter ihnen Kommunalpolitiker, Vertreter der Rentenversicherungen und gesetzlichen Krankenkassen. Die einstige Klinik Regina, jetzt Recuro, sei komplett renoviert worden, meinte Barlage und nannte den Panorama-Aufzug, neue Suiten und Überdachung des Eingangs. Immer noch beeindruckt war er von den 1084 Brandmeldern und 694 Sirenen im Haus.
Herausragendes sei von den Architekten Bernd Heinrich und Jürgen Schuhmann sowie den meist heimischen Firmen geleistet worden, würdigte Barlage deren Arbeit. Sie alle hatten gerade mal 62 Tage Zeit, um alles wunschgemäß zu erbringen.
Das sei nicht alltäglich, betonte denn auch Architekt Heinrich bei der Schlüsselübergabe. Bis zu 220 Arbeitskräfte pro Tag hätten sich auf der Baustelle aufgehalten. Es habe schlagkräftige Arbeitsgemeinschaften gegeben. Der Ablauf sei problemlos gewesen, und es hätte keinen Unfall gegeben.
Einen kurzen Blick auf die Entwicklung dieser Einrichtung warf Gerhard Witthöft, Direktor der DRV Bayern Süd, in seinem Festvortrag. Bereits vor dem ersten Weltkrieg war die Klinik Regina eines der ersten Häuser in Kissingen. Später wurde es Kurheim, das 1964 die LVA Oberbayern kaufte. 1980 wurde modernisiert, 1990 feierte man 25-jähriges Bestehen. Sechs Jahre später zogen dann dunkle Wolken auf, und 1999 kam das Aus für die Klinik Regina.
Zehn Jahre dauerte es, bis ein ernsthafter Investor auftrat: die Recuro GmbH, dessen Hauptgesellschafter das Parksanatorium Bad Bocklet ist. Von schwesterlicher Nachbarschaftshilfe sprach Oberbürgermeister Kay Blankenburg. Und er wünschte den Klinikbetreibern, dass Recuro ein Synonym für ein modernes, zukunftsfähiges Bad Kissingen werde.
Staatssekretär Franz Josef Pschierer lobte das private Engagement. Das Vorbild fürs Recuro liege ein paar Kilometer entfernt in Bad Bocklet. Er begrüßte ausdrücklich diese wichtige Klinik, die von anerkannten Experten geführt werde. Und er ermunterte Geschäftsführer Harald Barlage zu weiteren Investitionen.
Allerdings zeigte sich der Staatssekretär aus dem bayerischen Finanzministerium nicht sehr optimistisch für die Zukunft. „Allen muss bewusst sein, dass es in den Staatsbädern nicht so bleiben, kann wie es ist. Das können wir uns nicht mehr leisten.“ Deshalb wolle man private Investoren unterstützen, wo es gehe.
Zuversichtlich zeigten sich die Vertreter von AOK Würzburg, Uwe Fella, und Barmer GEK Würzburg, Andreas Weck. Sie arbeiten mit dem Reha- und Präventionszentrum Bad Bocklet zusammen und wissen, dass diese Klinik ein Garant für gute Zusammenarbeit sei. Aufsichtsratsvorsitzender Hubert-Ralph Schmitt ist vom Erfolg der Klinik überzeugt.
Quelle: Text - Mainpost v. 22.01.2010 / Foto - Rehazentrum

















